Die Hochzeit - Das Fest der Feste
Gefeiert wurde die Hochzeit schon immer, ob nun aus Liebe oder
aus Vernunft. Denn früher regelte die Hochzeit den Bestand und die
Weitergabe des Vermögens. Zu Heiraten hieß: Wir gründen einen
Hausstand!
So was wie die Romantik kam dann viel später hinzu. Heiraten,
von der Sprache kühn zusammengefügt, entspricht dem nun mal keinem
Naturgesetz. Monogame Lebensführung entwickelte sich erst langsam,
meist in Verbindung mit religiösem Gedankengut. Dabei unterlag die
Zweisamkeit stets ökonomischen Erwägungen. Frühzeitliche Sippen
fanden über den Konsens der Ehe friedlich zueinander, Bauern und
Kaufleute hielten ihre Wirtschaftgüter zusammen un der Adel
bewahrte die Erbfolge - von Liebe oder von freier Wahl des
künftigen Lebensgefährten keine Spur.
Und heute? Die Hochzeit hat sich erhalten, sie legitimiert die
Partnerschaft als rechtmäßig geführte Ehe. So tauschten römische
Brautleute Ringe und gaben sich als Zeichen der Treue die Hand.
Gingen Brautpaar und Hochzeitsgesellschaft zum Haus des Bräutigams,
streute dieser Nüsse unters Volk, um die Zeugung vieler Nachkommen
zu begünstigen. Des weiteren sollte das Gelübde den Mann (sonst ja
eher Jäger und Sammler) zur ehelichen Treue verpflichten und die
Ehe bis zum Tod bestehen.
Das Motiv des finanziellen Vorteils hat also nichts an Bedeutung
verloren, auch wenn es am "schönsten Tag des Lebens" eher im
Hintergrund bleibt. Die Eheringe symbolisieren Liebe und Treue der
Vermählten. Blau steht in der Bibel für Reinheit und Treue, heute
oft durch das blaue Strumpfband vertreten. Das englische Original
stammt aus der Zeit der Viktorianer und lautet: "Something old,
something new, something borrowed, something blue and a silver
sixpence in your shoe."
Den silbernen Sixpence im Schuh unterschlägt die deutsche
Fassung, und damit immerhin das Symbol des Wohlstands. Drum prüfe,
wer sich ewig bindet"
Hochzeit
Die Hochzeit, der
schönste Tag im Leben. Schon das Wort beweist, um was für ein
ausserordentliches Ereignis es sich handelt. Wieviel musste nicht
geschehen, dass es wirklich soweit kommt? Kennenlernen, sympathisch
und sich anziehend finden, lange Gespräche und viel Liebe. Und nun
ist es soweit, den Schritt will man gemeinsam wagen.
Die Wette gilt, der Tag ist zu planen. Welcher Termin ist der
geeigneste und, auch wenn es ein wenig nach Aberglauben klingt, der
glückverheissendste. Wie soll die Hochzeit celebriert werden, nur
standesamtlich oder will man auch den kirchlichen Segen? Vorschläge
der Eltern oder anderen Verwandten, Trauzeugen? Lassen Sie sich
helfen. Sie werden sich wundern, wieviele originelle Anregungen aus
Ihrem Freundeskreis kommen! Wohin geht die Hochzeitsreise? Sind
alle notwendigen Dokumente parat, welchen Namen möchte man tragen?
Restaurant, Gäste, Fotograf, Urlaubsantrag, Hochzeitkleid,
Trauringe etc..
Liebende gehen zusammen durch dick und dünn, sind bereit alles
gemeinsam zu meistern. Dennoch ist auch der rechtliche Aspekt, den
eine Heirat nun mal mit sich bringt, zu beachten, zu diskutieren
und zu klären: Ist ein Ehevertrag sinnvoll? Bringt der Partner
Kinder mit in die Ehe? Bei binationalen Paaren sollte auch die
rechtliche Situation des Heimatlandes des Partners bekannt und
rechtlich geklärt sein, auch mit dessen Familie. Obwohl es oft
nicht gerne wahrgenommen wird, eine Hochzeit verbindet immer auch
zwei Familien.
Um bei all diesen Vorbereitungen nicht den Überblick zu
verlieren, bietet es sich an, eine zeitlich gestaffelte Liste zu
erstellen. Ein notwendiger „Spickzettel“, der abgehakt und
gegebenfalls ergänzt werden kann. Diese Liste dient auch gleich
dazu, eine Kostenaufstellung zu erarbeiten, welche nicht zu knapp
oder rosarot erstellt werden sollte. Das Budget muss stimmen. Es
ist besser im Vorfeld einige Abstriche zu machen, als später
ungedeckte Zahlungen auf dem Tisch zu haben.
Wenn alles, soweit es eben geht, geklärt ist, kann man gemeinsam
an die Ausführung gehen. Tun Sie dies ohne Stress und gönnen Sie
sich zwischendurch auch ein wenig Zeit zum Luft holen. Nehmen Sie
sich mal ein Wochenende frei von allem Trubel. Hilfe von Freunden
und Verwandten wird gewiss angeboten und ist auch erwünscht. Denn
es ist nicht möglich, jede Kleinigkeit selbst zu erledigen.
Nach all dieser Vorfreude wird die Hochzeit zu einem gelungenen und
vor allem glücklichen Tag werden. Überraschungen kommen sicherlich,
trotz bester Planung, noch ganz von selbst, sind nicht zu vermeiden
und wohl auch nicht erwünscht. Denn ist nicht die Liebe eine
einzige grosse Überraschung.
Türkische Hochzeit
Die
türkische Hochzeit wird bis heute als ein grosses
Fest gefeiert. Nicht selten dauert so eine Hochzeit mindestens 3
Tage und 3 Nächte. So jedenfalls wird sie bis heute in der Türkei
gefeiert. Allein die Vorbereitungen sind so aufwendig, das sich die
Frauen davon furz vorher erholen müssen. Durch die alte türkische
Tradition ist der Ablauf Hochzeit genau festgelegt und wird auch
nicht verändert werden. Traditionell bringt der Mann das
Wohnzimmer, die Frau die Küche und das Schlafzimmer mit in die Ehe.
Bei der türkischen Hochzeit geht es auch heute noch um die
Familienehre und es darf an nichts nicht gespart werden. Deshalb
geben sich die türkischen Familien in der Ausstattung der Hochzeit
und bei den Geschenken oftmals sehr großzügig, auch wenn die
Familien oftmals arm sind und sie eigentlich nur wenig besitzen.
Eine traditionelle türkische Hochzeit beginnt an einem Montag,
selbst daran hat sich in der heutigen Zeit nichts geändert.
So wird auf dem Lande auf alle Fälle noch immer nach dieser
Tradition gefeiert. In den grossen Städten wie Istanbul oder auch
Ankara, werden diese Sitten schon lange nicht mehr so streng
genommen. Dort setzt sich auch bei der Hochzeit mehr und mehr das
europäische Muster durch.
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Hochzeit